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Fallbeispiel: Bewerbungstraining

Eine gelungene Bewerbung ist kein "Hexenwerk"

Wie soll ein 14-jähriger Schüler wissen, worauf es beim Bewerbungsgespräch ankommt? Was erwartet ihn oder seine Schulkameradin, wenn die erste Hürde mit dem Bewerbungsschreiben genommen ist? Stellen Arbeitgeber wirklich Fangfragen?

Im Februar 2014 besuchte eine 9. Klasse der MVK-Partnerschule „Isarnwohld-Schule Gettorf“ das Bewerbungstraining für Schüler der MVK. Regelmäßig sind Schüler der 9. und 11. Klassen von Gemeinschaftsschulen und Gymnasien für Bewerbungstrainings zu Gast. „Wir wollen als Unternehmen unseren Beitrag leisten, damit die Auszubildenden von morgen gut vorbereitet ins Berufsleben starten können“, erklärt Daniel Benedict, kaufmännischer Leiter der MVK, das Engagement.

Das abwechslungsreiche Programm führt die Schüler zunächst durch das Werk, „wie viel Technik in dem Gebäude steckt!“, zeigte sich ein Schüler beeindruckt. Darauf folgt ein theoretischer Abschnitt, der die Grundlagen zur Bewerbung und dem Bewerbungsgespräch vermittelt. Das Video „Leons Bewerbungsgespräch“ zeigt kurzweilig, welche Klippen es zu umschiffen gibt. Daniel Benedict vermittelt das nötige Know-How, um sich gut vorzubereiten. „Überlegt euch genau, wo eure Interessen liegen und was euch Spaß macht. Denkt sorgfältig nach und sucht die passenden Ausbildungsberufe für euch heraus. Bereitet euch genauso intensiv auf die Bewerbungsphase wie auf eure Abschlussprüfungen vor“, gibt Daniel Benedict den Jugendlichen auf den Weg.
In Gruppen bereiten sich die Schüler auf das Rollenspiel vor. „Unter einem Rollenspiel konnte ich mir wenig vorstellen. Doch mit meinen Klassenkameraden zu üben, wie ich mich mit der Aufregung zurechtfinde und in der Gesprächssituation verhalte, war eine wertvolle Erfahrung. Es hat dann auch richtig Spaß gemacht“, fasste eine Schülerin in der Feedback-Runde am Ende zusammen.
Daniel Benedict rät den Schülerinnen und Schülern, dem Gesprächspartner zu zeigen, dass sie sich gründlich vorbereitet haben: „Lesen sie sich ihre Bewerbung direkt vor dem Gespräch noch einmal durch, bereiten sie ihre Fragen ans Unternehmen vor und nehmen sie sie auf einem Notizzettel mit. Es wäre schade, wenn diese Möglichkeit ungenutzt vorüber ginge und sie Ihre Fragen nicht stellen konnten, weil sie aufgeregt waren.“ Und zu guter Letzt: „Üben sie immer wieder, sich in wenigen Sätzen als Person vorzustellen, je häufiger sie diese Sätze formulieren, desto sicherer werden sie sie im entscheidenden Moment parat haben.“

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