MVK erhält Umweltpreis der Wirtschaft

10.10.2016

MVK erhält Umweltpreis der Wirtschaft

Die Müllverbrennung Kiel GmbH & Co. KG (MVK) erhält heute (10. Oktober 2016) den Umweltpreis der Wirtschaft. Die Studien- und Fördergesellschaft der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft e.V. zeichnet die MVK für die sichere und umweltschonende Entsorgung und Verwertung von jährlich ca. 140.000 Tonnen Haus- und Gewerbeabfällen aus. Die MVK gewährleistet die Entsorgungssicherheit für rund 500.000 Bürgerinnen und Bürger.

Uli Wacholz, Vorsitzender der Studien- und Förderstiftung der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft, überreicht den Umweltpreis an MVK-Geschäftsführer Dr. Frank Ehlers (Foto JKK)
Uli Wacholz, Vorsitzender der Studien- und Förderstiftung der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft, überreicht den Umweltpreis an MVK-Geschäftsführer Dr. Frank Ehlers (Foto JKK)

Der Umweltpreis der Wirtschaft in Schleswig-Holstein macht seit 1984 deutlich, dass der Umweltschutz für die Unternehmen Schleswig-Holsteins eine wichtige Rolle spielt. „So steht auch bei der MVK wirksamer und innovativer Umweltschutz im Mittelpunkt des täglichen Anlagenbetriebes“, erklärt Dr. Frank Ehlers, MVK-Geschäftsführer. Uli Wachholz, Vorsitzender der Studien- und Fördergesellschaft, überreicht das von Georg Engst geschaffene Bronze-Relief und die zugehörige Urkunde im Kieler Schloss.

Aus den Abfällen erzeugt die MVK zum einen verwertbare Reststoffe wie Schlacke, Metalle, Gips oder Säuren zum anderen mit einer sehr hohen Energieeffizienz von 72 Prozent die Nutzenergien Fernwärme und Strom. Dabei erfolgt die Erzeugung von Strom und Fernwärme zu 53 Prozent CO2-neutral, weil dieser Abfallanteil gemäß einer Berechnungsvorschrift des Umweltbundesamtes als regenerativ einzustufen ist. „Man kann daher die MVK zu 50 Prozent auch als ein Biomasse-Kraftwerk bezeichnen“, erläutert Dr. Frank Ehlers. Damit leistet die MVK einen bemerkenswerten Beitrag zum Erreichen der Klimaziele der Klimaschutzstadt Kiel: Die aus der Müllverbrennung erzeugte Energie deckt 20 Prozent des Kieler Fernwärmebedarfs (17.000 Haushalte) und liefert Strom für rund 10.000 Haushalte (30.000 Megawattstunden) – mehr als die Hälfte davon klimaneutral.

„Die vergleichsweise hohe Energieeffizienz der MVK haben wir durch ständige Weiterentwicklung und Optimierung des Anlagenbetriebes erreichen können“, führt der MVK-Geschäftsführer aus. Zuletzt investierte das Unternehmen rund 2 Millionen Euro in neue Anlagen, seit Inbetriebnahme entfällt der bisher erforderliche Gaseinsatz von 8.500 MWh/Jahr, was dem Wärmebedarf von 500 Haushalten entspricht. „Damit ersetzen wir den fossilen Brennstoff Gas durch Energie aus Abfall, was die Klimabilanz der Landeshauptstadt Kiel weiter verbessert“, so Dr. Frank Ehlers weiter.

In Haus- und Gewerbeabfällen können Stoffe enthalten sein, die umweltschädlich sind. Durch die hohe Temperatur bei der Verbrennung werden bereits Schadstoffe zerstört, anschließend entzieht die sechsstufige Rauchgasreinigung weitere umweltschädigende Stoffe. „Die MVK als Schadstoffsenke entzieht dem Wirt-schaftskreislauf beispielsweise organische Schadstoffe oder Schwermetalle“, weist der MVK-Geschäftsführer auf einen weiteren wichtigen Aspekt des wirksamen Umweltschutzes durch thermische Abfallverwertung hin. Nicht zuletzt die Verwertungsmöglichkeiten der Reststoffe aus der Verbrennung – Schlacke für den Straßenbau, Metalle fürs Recycling, Gips für das Baugewerbe oder Filterstäube für den Bergversatz – sichern die umweltgerechte Entsorgung der Haus- und Gewerbeabfälle der Kiel-Region.